Antonio PizzirussoHypnosetherapieKommentar schreiben

Zufall, Schicksal oder aktive Einflussnahme?

Ich treffe immer wieder Menschen an, die das Schicksal als gegeben erachten. Viele sagen z.B., dass das Leben schon geschrieben ist und wir, wie in einem Filmset, dem vorgegebenen Skript folgen.

Schöne Vorstellung, wenn die Zukunft gut gesinnt ist. Aber was, wenn der morgige Tag vielleicht nicht so schöne Überraschungen für uns bereithält? Würdest Du tatenlos zusehen? Würdest Du Dein Leben wie eine Achterbahnfahrt erachten, die Du zwar geschenkt bekommen hast, ohne jedoch später die Kontrolle darüber zu haben? Würde das heissen, dass erfolgreiche Menschen schon auf dem Glückspfad geboren wurden und nur deshalb erfolgreich sind? Ein abwegiger Gedanke oder?

Zugegebenermassen könnten wir hier relativ lange über die Definition des Erfolges diskutieren, da jeder von uns eine andere Vorstellung von Erfolg hat. Es geht vielmehr darum, die eigenen Wünsche und Träume durch bewusstes Verhalten zu steuern und somit zu realisieren. Und genau hier beginnt immer alles mit unseren Gedanken bzw. unseren Glaubenssätzen.

Stelle die Weichen

Wenn wir unsere Lebenszeit mit einem Bahngleis vergleichen, dann sind bestimmte Schicksalsschläge vielleicht wirklich vorherbestimmt. Ich halte mir aber jederzeit die Möglichkeit offen, dass ich auf meinem Weg die eine oder andere Weiche selber stellen kann. Entsprechend steige ich (um beim Beispiel mit dem Bahngleis zu bleiben) an ausgewählten Bahnhöfen um. Ich begegne dadurch Menschen und Situationen und daraus eben auch Möglichkeiten, die ich mit meinen Entscheidungen bewusst angezogen habe. «Jeder ist seines eigenen Glückes Schmid» heisst es doch so schön.

Erachte Dein Unterbewusstsein als ein Spiegel Deiner Gedanken

Wenn sich im Unterbewussten aber andauernd negative Gedanken und Sorgen widerspiegeln, wie soll daraus Selbstvertrauen oder gar Motivation entstehen? Dein Unterbewusstsein spiegelt Dich, denn es wurde geschaffen um Dich zu unterstützen und zu schützen. Es nimmt Deine Gedanken deshalb für wahr, denn es verlässt sich auf Deine Sinne.

Ob das Glas nun wirklich halb voll oder halb leer ist ändert ja nichts an der Füllmenge des Glases – aber mit Sicherheit verändert es etwas in Deinem Unterbewussten. Und hier wird es eben spannend.

Wie ernährst Du Deinen Verstand?

Das Gesetz der Abhängigkeit zwischen Ursache und Wirkung

In der Schule haben wir gelernt, dass jede Aktion eine Reaktion erzeugt. Es sind bestimmte physische oder chemische Naturgesetze die hier auf unserem Planeten gelten. Aber machen wir es doch einfacher: Wie wird ein Haus gebaut? Auf einem Fundament? Ja, auch. Aber zuerst war da eine Überlegung, eine Idee oder eben ein Gedanke. Daraus entstand dann ein Plan. Aus diesem Plan entstand dann eine bauliche Wertschöpfung und somit ein Haus. Einfacher ausgedrückt bist Du somit der Bauherr Deines Verstandes.

Gedanken + Taten = Ursache und Wirkung

Dein Unterbewusstsein folgt also Deinen Glaubenssätzen. Vergiss nie, dass auch die schlimmsten Befürchtungen in erster Linie die Projektion Deiner Gedanken sind. Es sind limitierende Faktoren die Du früher oder später als gegeben erachtest. Aber sind diese limitierende Faktoren wirklich real? Und wenn ja, wie wahrscheinlich ist es, dass sie wirklich eintreffen? Flugangst ist da ein gutes Beispiel dafür. Das Flugzeug ist eines der sichersten Verkehrsmittel überhaupt und wird trotzdem oft gefürchtet. Wie gerechtfertigt ist die Angst aus der statistischen Perspektive?

Und wenn wir durch unseren Glauben (Glaubenssätze) auch unseren Erfolg massgeblich beeinflussen können, wie weit sind wir dann von der Aussage entfernt, dass unsere Gedanken einen wesentlichen Anteil daran haben, was uns im Leben widerfährt?

Und was, wenn ich nicht an diese Gesetzmässigkeit glaube?

Weshalb kreist unser Planet mit ca. 108’000 km/h um die Sonne um diese in einem Jahr zu umkreisen? Ganz einfach, es folgt der Gesetzmässigkeit von Gravitation, Raum und Zeit. Wo ist der Sinn dahinter? Frage den Gesetzgeber!

Unser Universum, ein Zusammenspiel von Gesetzmässigkeiten

Ich erinnere mich an einen Kunden, ca. 1.80m gross und kräftig gebaut. Er war auf eine bestimmte Art und Weise fasziniert von der Hypnose, da er offenbar in den Medien irgend so eine Show mit einem Hypnotiseur gesehen hatte. Gleichzeit war er aber auch skeptisch, was er mir auch zugestand. Er fragte mich deshalb, ob es denn mit der Hypnose bei ihm klappen würde.

Nach dem Vorgespräch kannte er das Zusammenspiel von Bewusstsein und Unterbewusstsein, sowie andere Punkte wie z.B. die Entstehung von Glaubenssätzen. Und auch hier bestätigte sich meine Überzeugung, dass Menschen, unabhängig von ihrer kulturellen oder religiösen Erziehung sofort in Hypnose gehen. Man muss nicht daran glauben, aber man muss es verstehen und vor allem muss man es wollen. Es ist ein Phänomen, dass mich immer wieder fasziniert. Habe ich Phänomen geschrieben? Entschuldige, ein Gesetz natürlich…

Was für Erfahrungen hast Du mit Deinen Glaubenssätzen gemacht? Wie wahrscheinlich sind diese Glaubenssätze für Dich und weshalb? Schreib einfach Dein Kommentar dazu, es würde mich freuen.

 

Über den Autor
Antonio Pizzirusso

Antonio Pizzirusso

Ich habe das Glück, dass ich als Hypnosetherapeut sowohl meine persönlichen Stärken wie Intuition und Empathie, als auch meine Leidenschaft mit der Hypnose leben kann. Darum schreibe ich auch diesen Blog und versuche Interessierten das Thema Hypnose näher zu bringen.

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