Antonio PizzirussoHypnosetherapieKommentar schreiben

Der Umgang mit unseren Emotionen im Alltag

Wer im Beruf oder im Sport nicht lernt mit seinen Gefühlen und Emotionen umzugehen, riskiert schnell einmal vom Umfeld in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden.

Das heisst nicht, dass Gefühle und Emotionen nicht erwünscht sind, im Gegenteil. Die Frage des Zeitpunktes und des Ortes (also wo und wann Gefühle gelebt werden) steht da eher im Vordergrund.

Aber weshalb wird verhältnismässig wenig über Gefühle und Emotionen gesprochen? Gefühle sind ja echt und nicht gespielt.

Nun, Objektivität und analytisches Vorgehen entsprechen nicht nur den heutigen Sitten, sondern zahlen sich bei wichtigen Entscheidungsfindungen tatsächlich viel besser aus. Oder konntest Du in Deinem letzten Projekt durch Wutausbrüche oder Tränen für eine bestimmte Lösung überzeugen? Wohl kaum…

Unter dem Teppich gekehrt und längst vergessen?

Die ganze Geschichte hat einen grossen Haken: Wir lernen unbewusst von klein auf, wie wir Gefühle (aus bestimmten Erfahrungen) und Emotionen automatisch unterdrücken können, damit wir nicht ins Abseits gestellt werden oder weil es gerade wichtigeres gibt, als über Gefühle zu sprechen. Wer Gefühle zeigt, der öffnet sich. Nicht jeder möchte das.

Das Fass füllt sich allmählich

Wenn wir uns nun unseren Verstand als leeres Fass vor Augen führen, so kommen also im Verlaufe unseres Lebens immer wieder kleine Tropfen hinzu. Das Fass (unser Verstand) füllt sich also stetig mit Ereignissen – teilweise über Jahre. Es passiert aber (noch) nichts. Alles läuft scheinbar einwandfrei. Bis der Tag kommt, wo sich alles ändert.

Ein mögliches Beispiel im Berufsleben:

Du befindest Dich eines Tages in einem Beratungsgespräch mit einem Kunden, der Hochglanz-Prospekt liegt aufgeschlagen auf dem Tisch. Die Krawatte sitzt. Du hast Dich vorbereitet. Es geht um Überzeugung, um Argumente und letzten Endes auch um den Umsatz. Eine wichtige Situation also.

Während dem Gespräch stellst Du dann aber plötzlich fest, dass Dein Herz zu rasen beginnt, die Konzentration rapide nachlässt und Panik aufkommt. Du hast vielleicht Hitzewallungen und zittrige Hände.

Diese Emotion hattest Du so aber noch nie, sie ist Dir völlig neu und unbekannt. Dein Verstand entscheidet nun in Sekundenbruchteilen über Angriff oder Flucht in der aktuellen Situation. Das oben beschriebene Fass ist nun am überlaufen.

Die Evolution hat uns mit genau diesem Verhaltensmuster vor der giftigen Schlange oder dem hungrigen Säbelzahntiger bewahrt.

Dieses für Dich bisher einmalige Ereignis kann also zu wiederführenden Gedanken führen, die wiederum die gleiche oder eine ähnliche Situation hervorrufen kann, denn:

Ereignis + Emotion = Programmierung

Das Verhaltensmuster (hier die Panikattacke in wichtigen, entscheidenden Situationen) wurde also angelernt.

Was passiert jetzt  demzufolge jedes Mal wenn wir die gleiche oder eine ähnliche Situation durchleben? Ganz einfach, es läuft nun ab sofort das gleiche Programm im Kopf ab wie beim letzten Mal.

Vielleicht sogar noch stärker, denn: Jedes Gefühl hat die Tendenz sich zu verstärken, je öfter es gelebt wird. Wie lösen wir nun dieses Verhaltensmuster auf? Nun, wir lösen den Pfropfen der das Fass verstopft.

Wie geht das am effektivsten? Mit Hypnose natürlich!

Im Unterbewusstsein finden wir die Antwort für vieles im Leben. Körper und Seele sind unzertrennlich, demzufolge beeinflussen sich auch körperliche und seelische Erkrankungen gegenseitig.

Über den Autor
Antonio Pizzirusso

Antonio Pizzirusso

Ich habe das Glück, dass ich als Hypnosetherapeut sowohl meine persönlichen Stärken wie Intuition und Empathie, als auch meine Leidenschaft mit der Hypnose leben kann. Darum schreibe ich auch diesen Blog und versuche Interessierten das Thema Hypnose näher zu bringen.

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