Antonio PizzirussoHypnosetherapieKommentar schreiben

Was löst das Wort «Hypnose» bei Dir aus?

Obwohl in Fachzeitschriften zunehmend aufgeklärter als früher über Hypnose berichtet wird ist sie in meinen Augen vor allem folgendes: Ein Mythos das immer wieder interessiert, polarisiert aber auch Kontroversen auslöst. Wie ich mir das zu Nutzen gemacht habe erfährst Du in diesem Blog:

«Kannst Du das auch?»

Kaum ein Vorgespräch vergeht, bei dem ich nicht mit der Showhypnose konfrontiert werde. «Da war so ein Hypnotiseur auf der Bühne. Die Dame aus dem Publikum hatte anschliessend die Zahl 4 vergessen. Kannst Du das auch?» fragte mich eine ältere Kundin letzte Woche schmunzelnd.

Nur damit die Skeptiker unter uns nicht gleich Aufwind bekommen: Vergessen tut in Hypnose niemand etwas, im Gegenteil… Aber klar kann ich das! Hypnose ist ein reproduzierbarer Prozess, der erlernt werden kann. Natürlich braucht es Menschenkenntnis und viele weitere Faktoren für eine erfolgreiche Blitzhypnose. Aber wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, kannst Du das auch!

Show vs. Therapie

Ja, die Induktion die auf der Bühne angewendet wird, kann auch in der Therapie angewendet werden. Das war es dann aber auch: Ich möchte in erster Linie Therapeut sein und kein Unterhalter. Meine Absicht ist es Menschen zu helfen und nicht zu unterhalten. Auch helfe ich Menschen sich zu erinnern und nicht zu unterdrücken oder zu vergessen. Sich zu spüren und nicht die Kontrolle abzugeben.Von der ominösen Retraumatisierung und der kurzfristigen Verschlimmbesserung von Problemen halte ich übrigens nicht viel. Da werde ich vielleicht einen separaten Blog dazu schreiben.

Ich musste aber vor allem bei meinen Fachreferaten klar einsehen, dass das Eine nicht ohne das Andere geht. Klar sind die Menschen begeistert, wenn sie aufgeklärt werden und zunächst einmal verstehen wie Hypnose wirkt. Aber seien wir doch ehrlich: Wenn im Dorf eine Bäckerei gerade neu eröffnet wird, dann erwartest Du vielleicht auch eine Kostprobe oder nicht? 

Die Show als Vorführeffekt

Die potentiellen Kunden wollen mich doch so: Sie wollen nach dem Vortrag erleben wie ich die Hypnose anwende, wie ich jemanden hypnotisiere. Sie wollen darüber schmunzeln aber auch staunen und diskutieren. Sie wollen sich mit Freunden und Bekannten darüber unterhalten, über das was sie gesehen haben. Und ja, ich bediene mich von bestimmten Vorurteilen und Klischees – aber immer mit einem Augenzwinkern und weil ich auch meinen Spass dabei habe.

Und klar gibt es da und dort Anspielungen über meinen Beruf. Bisher aber immer mit Respekt und Bewunderung. Ich gehe dann gerne auf die Skeptiker zu, schaue tief in ihre Augen und sage: «tief einatmen, jetzt meinen Daumen und Zeigefinger fixieren….» meistens setzt dann die Unsicherheit ein und man schaut mich verdutzt an. Schön, dass man gemeinsam auch darüber lachen kann! Denn wer mit der Hypnose andere Menschen begeistern möchte darf sich selber nicht zu ernst nehmen.

Was denkst Du über Hypnose und welche Klischees hast Du im Kopf wenn Du an Hypnose denkst? Hinterlasse einen Kommentar oder schreib mir!

Über den Autor
Antonio Pizzirusso

Antonio Pizzirusso

Ich habe das Glück, dass ich als Hypnosetherapeut sowohl meine persönlichen Stärken wie Intuition und Empathie, als auch meine Leidenschaft mit der Hypnose leben kann. Darum schreibe ich auch diesen Blog und versuche Interessierten das Thema Hypnose näher zu bringen.

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